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Auszug aus Zeitschrift SÜDTIROLER
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Unsere Weinproduzenten machen sich das
Weinmachen nicht einfach. Frisch geerntete Trauben werden gepresst. Der gewonnene Saft enthält vergärbaren Zucker und natürliche Hefe. Die Weinhefe (saccharomyces cerevisiae) ist eine alkoholtolerante Hefe. Mit ihrer Hilfe oder auch durch zugesetzte Hefekulturen kommt die Gärung in Gang. Die Hauptprodukte der Gärung sind Ethylalkohol und Kohlendioxid. Letzteres entweicht als Gas. Wer einmal zur Lesezeit in einen Keller geschaut hat, hat die dicke Luft dort sicherlich kennen gelernt. Normalerweise kommt der Gärungsprozess zum Stillstand, wenn entweder aller Zucker vergoren ist oder die Alkoholkonzentration so hoch wird, dass die Hefe abgetötet wird: der Most ist zu Wein geworden. Im zweiten Fall wohl zu süßem Wein; bei hohem Restzucker vielleicht zu einem Dessert-Wein. Wir kennen verschiedene Varianten der Gärung für die Herstellung von Weiß- und von Rotwein, von Rose, Sekt und, hochprozentigem Wein sowie verschiedene Verfeinerungen dieser Grundtypen.
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![]() Der frische Jungwein wird abgezogen und kommt zur Reifung und Lagerung in die Fässer ![]() Die Trauben auf ihrem Weg in die Gärfässer |
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WEISSWEINE |
![]() Für die Weißweinbereitung müssen die Traubenstiele von den Beeren getrennt werden.
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ROTWEINE |
![]() Die Traubentrester haben ihren Dienst im Keller getan. |
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ROSEWEINE
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WEINTYP, STIL UND
QUALITÄT |
![]() Für die Vergärung und den Ausbau der Qualitätsweine wird modernste Kellertechnik eingesetzt. |
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DIE NATÜRLICHE GÄRUNG Reinzuchthefen werden in Forschungsanstalten
auf ihre Eigenschaften (Gärgeschwindigkeit, Alkoholausbeute, geringe Bildung
unerwünschter Nebenprodukte, rasches Absetzen nach der Gärung usw.) getestet und
dann als Trockenhefe angeboten. Da die Reinzuchthefe jetzt in größerer Menge als
alle anderen Mikroorganismen im Most vorhanden ist, setzt sie sich automatisch
durch und garantiert einen sauber vergorenen Wein. Generell gilt: Je weniger der Wein bewegt wird,
desto besser seine Qualität. Häufig machen die jungen Weine noch eine
weitere Gärung durch, den biologischen Säureabbau. Dabei wird ein Teil der
natürlichen Apfelsäure durch Bakterien in mildere Milchsäure umgewandelt Weine
werden dadurch runder, cremiger; Weißweine bekommen zudem einen leicht
buttrigenTon. Stahltanks sind zum Beispiel geschmackneutral
und werden für eine Kelterung verwendet, bei der Wert auf den Erhalt des
Geschmacks der Beeren gelegt wird. Holzfässer, besonders kleine und aus neuem
Holz gefertigte Eichenfässer werden verwendet, um dem Wein eine bestimmte
Geschmacksnote zu verleihen, aber auch um den Wein durch die im Holz vorhandenen
Tannine haltbarer zu machen. |
![]() Hefestämme leisten die eigentliche Arbeit bei der Vergärung: Sie sind verantwortliche für die Umwandlung von Traubenzucker in Alkohol.
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